Die Norddeutsche vom 13.12.2013


Schwanewede lässt auch Meyenburg keine Chance - 13.12.2013

Titelgewinn perfekt gemacht

Von Karsten Hollmann


Schwanewede · Bremen-Nord.


Die Luftpistolenschützen des SV Schwanewede sind in der Bezirksklasse B am Ziel angelangt. Mit einem 8:0-Erfolg über den Meyenburger SV haben sie bereits zwei Wettkampfwochen vor dem Saisonende die Meisterschaft gewonnen. Der Vegesacker SV dagegen jubelt über seinen ersten Saisonsieg. Mit einem 7:1 beim Blumenthaler SV glückte er im vierten Anlauf. Mit 374 Ringen ragte einmal mehr Max Litau aus der Vegesacker Mannschaft heraus.
Meyenburger SV – SV Schwanewede 0:8: Meyenburgs Klaus Nölker blieb zwar ein wenig hinter den Erwartungen zurück, hätte aber ohnehin kaum eine Chance gegen Andreas Minke gehabt. Auch Schwanewedes Alex Wulf erwischte mit 346 Ringen nicht seinen besten Tag. Aber auch seine Einzelpunkte gerieten deshalb nicht in ernsthafte Gefahr. Bester Schwaneweder war Oldie Albert Pointinger. Er verbuchte mit 357 Ringen sein mit Abstand stärkstes Resultat in dieser Saison. Auch Volker Frank lag mit 355 Ringen leicht über seinem gewohnten Durchschnitt. Schwanewedes Ersatzschützin Brigitte Pointinger hätte mit ihren 345 Ringen ebenfalls jeden Meyenburger Schützen in die Schranken verwiesen.

Blumenthaler SV – Vegesacker SV 1:7: Max Litau sorgte mit seinen 374 Ringen für eine neue persönliche Bestleistung unter Wettkampfbedingungen. Da hatte Blumenthals Michael Nonnewitz nicht den Hauch einer Chance. „Es läuft einfach rund“, teilte Max Litau mit. Jörg Cordes lieferte zwar mit 321 Ringen ein für ihn sehr ordentliches Ergebnis ab. Doch zu mehr als einem Remis gegen Vegesacks Vorsitzende Gaby von Roden reichte es nicht. Nach hinten heraus waren die Vegesacker deutlich besser besetzt. Ulli Meggers genügten bereits 310 Ringe, um Blumenthals Jörg Götte klar auf Distanz zu halten. Ingo Vemmer absolvierte seinen ersten Saisonauftritt für den Blumenthaler SV.

Bezirksklasse B Luftpistole
Meyenburger SV – SV Schwanewede 0:8: Klaus Nölker – Andreas Minke 320:353; Hermann Arfmann – Alex Wulf 331:346; Katja Kister – Volker Frank 332:355; Dagmar Meyer – Albert Pointinger 318:357
Blumenthaler SV – Vegesacker SV 1:7: Michael Nonnewitz – Max Litau 338:374; Jörg Cordes – Gaby von Roden 321:321; Jörg Götte – Ulli Meggers 255:310; Ingo Vemmer – Michael Pigeot 218:283
Tabelle: 1. SV Schwanewede 4 Wettkämpfe/32:2 Einzelpunkte/12 Mannschaftspunkte; 2. Vegesacker SV 4/17:15/5; Blumenthaler SV 4/11:21/4; Meyenburger SV 4/6:26/1
Einzelwertung Bezirksklasse A und B: 1. Max Litau (Vegesacker SV) 370,25 Ringe im Schnitt; 2. Cliff Wedemeyer (SV Hüttenbusch) 364,75; 3. Hartmut Windeler (SV Huxfeld) 360,50; 4. Benno Böhm (SV Buschhausen) 358,00; 5. Jens Burfeind (SV Hüttenbusch) 356,00; 6. Andreas Minke (SV Schwanewede) 353,50; 7. Rainer Block (SV Huxfeld) 352,00; 8. Alex Wulf (SV Schwanewede) 351,50; 9. Volker Frank (SV Schwanewede) 350,75; 10. Albert Pointinger (SV Schwanewede) 350,25 (kh)




Vegesacker SV - 16.10.2013

Sitzend zu schießen geht gegen den Strich

Von Karsten Hollmann

Vegesack. Nur um Haaresbreite verpasste Peter Heinemann vom Vegesacker SV seine zweite Einzel-Medaille bei deutschen Meisterschaften im Kleinkaliber-50-Meter-Zielfernrohr-Auflageschießen in Hannover. Dennoch blickt der 75-Jährige insgesamt betrachtet auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Bei den nationalen Titelkämpfen im Luftgewehr-Auflage-Wettbewerb in Dortmund am kommenden Wochenende greift Heinemann erneut nach einer Medaille.

Bild "1010751_1_teasersmallnocrop_525da9a84c2e0.jpg"
Verpasste nur knapp seine zweite Einzelmedaille bei den deutschen Meisterschaften: Peter Heinemann, der dennoch auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblickt.

Gerade mal um einen einzigen Ring schrammte Peter Heinemann vom Vegesacker SV an seiner zweiten Einzel-Medaille bei den deutschen Meisterschaften in Hannover vorbei. Im Kleinkaliber (KK)-50-Meter-Auflage-Zielfernrohr-Wettbewerb der Senioren C brachte der 75-Jährige insgesamt 295 Ringe an. Ihm wurde dabei eine mit 97 Ringen nur etwas schwächere zweite Serie zum Verhängnis. „Es ist für mich aber wirklich sehr schwer zu sagen, ob dabei eine gewisse Nervosität eine Rolle gespielt oder schlichtweg ein bisschen das Glück gefehlt hat“, erklärte der Routinier nach Abschluss des spannenden Wettbewerbes.
Die Familie Heinemann ist bereits seit vielen Jahrzehnten eine Institution im Vegesacker Schützen-Verein. Bereits sein Großvater und sein Vater gehörten dem Traditionsverein an. „Dem konnte ich mich nun wirklich sehr schlecht entziehen“, urteilte Peter Heinemann. Er selbst ist mittlerweile auch bereits seit 60 Jahren Mitglied im Vegesacker SV. „Peter ist ein sehr guter Schütze“, erklärte Vegesacks Vereinsvorsitzende Gaby von Roden. Mit dem vierten Platz krönte Peter Heinemann seine starke Saison. Im Luftgewehr (LG)-Auflage-Wettbewerb hatte sich der Vegesacker mit der optimalen Ausbeute von 300 Ringen schließlich mit einer imponierenden Leistung bereits den Landesmeistertitel gesichert.
Auch wenn Peter Heinemann längst ein Experte für das Auflageschießen sowohl mit dem Kleinkaliber als auch mit dem Luftgewehr geworden ist, so kommt er eigentlich aus dem Freihand-Bereich. „Früher gab es schließlich auch noch gar keine Auflage-Wettbewerbe“, informierte Peter Heinemann. Die heutigen Ergebnisse seien dabei aber noch nicht erzielt worden, so der erfolgreiche Oldie. „Das war aber auch eine ganz andere Zeit. Damals war das Material noch nicht so gut wie heute“, versicherte der gelernte Kraftfahrzeugmechaniker.
Lange brachte Peter Heinemann den Schießsport noch mit einer zweiten Leidenschaft unter einen Hut: Viele Jahre ging er zusätzlich dem Segelsport nach und nahm dabei auch an der einen oder anderen Regatta teil. Vor vier Jahren verkaufte er allerdings sein Boot. „Mit so einem Boot ist auch viel Arbeit verbunden. Weil ich irgendwann nur noch alleine vor dem Schiff stand, habe ich mich dazu entschlossen, dieses Hobby zu beenden“, sagte der Eigentümer einer Tankstelle in Lesum. Viele Jahre kümmerte er sich selbst um diese Tankstelle. Mittlerweile ist diese jedoch verpachtet.
Inzwischen konzentriert sich Peter Heinemann aber wieder ganz auf das Schießen. Vor zwei Jahren kletterte er als Zweiter des KK-50-Meter-Auflage-Zielfernrohr-Wettbewerbs erstmals auf das Einzel-Podest in Hannover. Dies hätte der Nordbremer in diesem Jahr nur allzu gerne wiederholt. „Dritter hätte sich besser angehört als Vierter“, räumte Heinemann ein wenig wehmütig ein.
Der am Ende drittplatzierte Günther Brosowski von der Karls-SGi Aachen baute zwar nach 100 Ringen zum Auftakt mit zwei 98er-Serien leicht ab, rettete jedoch einen hauchdünnen Vorsprung von einem Ring ins Ziel. Auch die 297 Ringe des Zweiten Helmut Schümann vom SV Roland Bad Bramstedt wären für Heinemann zu packen gewesen. Den Meistertitel sicherte sich Jürgen Muschelknautz von der Schützengesellschaft Mannheim von 1744 mit 299 Ringen.
Peter Heinemann könnte es sich auch einfach bequem machen und sitzend schießen. „Dadurch können viele ältere Schützen das Gewehr ruhiger halten. Noch geht es mir allerdings gegen den Strich, mich hinzusetzen. Deshalb werde ich erst mal weiter stehend antreten“, so der Hansestädter. Ans Aufhören denkt der 75-Jährige noch lange nicht. „Solange meine Augen noch mitmachen, schieße ich weiter. Viele meiner Klubkollegen mussten aber schon wegen Augenproblemen aufhören. Bei mir ist aber noch alles in Ordnung“, sagte der Vegesacker.
Im KK-100-Meter-Auflage-Wettbewerb errang Peter Heinemann vor einigen Jahren auch mal den sechsten Platz bei den nationalen Titelkämpfen. Mit der Mannschaft langte es sogar auch schon zu einer Medaille bei den deutschen Meisterschaften. „Das ist aber schon sehr lange her“, teilte Heinemann mit. Er bedauere es sehr, dass die einst sehr erfolgreichen Vegesacker bereits seit vielen Jahren kein Team mehr stellen könnten.
Am nächsten Wochenende greift Peter Heinemann bei den nationalen Titelkämpfen im Luftgewehr-Auflageschießen in Dortmund bei den Senioren C noch mal an. Das Einstiegsalter in dieser Klasse beträgt 72 Jahre. „Vom DM-Titel möchte ich dabei nicht sprechen. Aber ein Platz in den Top Ten wäre schon nicht schlecht. Es war natürlich vor zwei Jahren schön, auch mal auf dem Podest zu stehen. Aber es darf auch ein bisschen darunter liegen“, meinte Peter Heinemann. Dieser favorisiere weder das KK- noch das LG-Schießen. „Mal klappt es in dem einen, mal in dem anderen Wettbewerb besser. Eine stetige Serie gibt es da nicht“, so der vielfache Vereins- und Kreismeister.



Die Norddeutsche vom 05.07.2013


Bild "Presse:kk.jpeg"

Bild "Download:my_documents.png" download

Bild "Presse:pistole.jpeg"

Bild "Download:my_documents.png" download

Bild "Presse:FITA.jpeg"

Bild "Download:my_documents.png" download

Kurier am Sonntag vom 30.06.2013


Bild "Der Verein:FDV.jpeg"

Bild "Download:my_documents.png" download

Kurier am Sonntag vom 16.06.2013


Bild "Der Verein:fest der Vereine.jpeg"

Bild "Download:my_documents.png" download

Die Norddeutsche vom 30.03.2013


Veranstaltung der Vegesacker Schützen hat eine fast 40-jährige Tradition - 30.03.2013

Ostereier als Preise, nicht als Zielscheiben

Von Ulb


Vegesack. Michael Pigeot musste gestern mehrfach an der Schraube drehen. "Ist es gut so?", fragte er: "Den Schaft schön anlegen und die Schulter hängen lassen." Während sich der jeweilige Schütze in Position brachte, drehte Michael Pigeot die Schraube wieder fest – sie war Bestandteil der Gewehrauflage und vereinfachte das Zielen auf die Scheiben erheblich. So geschah es gestern beim traditionellen Ostereierschießen des Vegesacker Schützenvereins.

Bild "816658_1_teasersmallnocrop_5155975b1a781.jpg"

Mitglieder, Freunde, Nachbarn und Interessierte kamen in die Halle am Kifkenbruch, um Eier zu ergattern und sie noch rechtzeitig vor den Ostertagen färben zu können, wie die Vorsitzende Gaby von Roden schmunzelnd sagte. Denn Ostereierschießen bedeutet nicht, dass die Teilnehmer auf die Lebensmittel schießen. Das weist Gaby von Roden weit von sich. Natürlich sei der Name der Veranstaltung etwas missverständlich. Deshalb klärt sie auf: "Jeder Teilnehmer schießt auf eine Scheibe." Sie kosten jeweils zwei Euro. Das Geld dient zum Decken der Kosten. Auf jeder Scheibe sind drei kleine Zielscheiben, die Spiegel, aufgedruckt. Sie haben mehrere Ringe: Wer den äußeren trifft, bekommt einen Punkt. Der innere, nur gut einen Millimeter große Ring bringt zehn Punkte.
Das Vegesacker Ostereierschießen existiert in dieser Form bereits fast 40 Jahre und wurde einst von Heinz Weilandt aus der Taufe gehoben. Und es erfreut sich allem Anschein nach noch immer großer Beliebtheit. "Wir kommen hier schon seit Jahren her und gehen anschließend immer gemeinsam essen", verriet einer der Besucher, während er seine erreichten Punkte nachzählte.
Neben den Routiniers versuchten gestern auch Anfänger ihr Glück. Michael Pigeot gab Tipps: "Den Finger nur leicht am Abzug halten und in Ruhe zielen." Und er konnte gleich Werbung für seinen Sport machen. Denn Pigeot selbst ist Luftpistolenschütze.