Die Geschichte des Vereins


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Der Vegesacker Schützenverein, der zu damaliger Zeit noch den Namen „Neuer Blumenthaler Schützenverein“ trug, arbeitete eng mit den befreundeten Blumenthaler und Lesumer Schützenvereinen zusammen.
Die drei Vereine hielten jährlich eine Generalversammlung ab, um zu beschließen, wann die drei Schützenfeste abzuhalten sind. Die drei Schützenfeste lagen je 6 Wochen auseinander. Die Schützen der drei Vereine waren verpflichtet, die Schützenfeste zu besuchen und am Schießen teilzunehmen. So wurde der Schießsport durch gemeinsame Arbeit zu damaliger Zeit ein Sport, an dem sich Bürger aller Kreise mit regem Interesse beteiligten.
Die drei Vereine haben sich im Laufe der Jahre gut entwickelt und auch unser Vegesacker Schützenverein steht heute als ein nach innen und außen starker Verein da, der es sich zur Aufgabe macht, den Schießsport zu pflegen.
An Hand der Protokolle ist festgestellt, das die Schützenfeste zu damaliger Zeit im ganz bescheidenen Rahmen abgehalten wurden.
Ein Schützenfest war zu damaligen Zeiten ein ganz besonderes Fest, zumal es erst sehr wenige Vereine gab und der Vegesacker Schützenverein der älteste Verein der Stadt Vegesack war.
Die Schützenfeste wurden auch schon auf dem Schützenhofe in Aumund abgehalten.
Dem Vegesacker Schützenverein gehörten um 1852 bereits 51 Schützen an. Nur einige wollen wir erwähnen, die durch ihre verschiedenen Ämter sich in der damaligen Zeit um die Schützensache verdient gemacht haben.
Jacob Fuhrhoff, Otto Carl Rasch, August Schnatmeyer, Georg Uthoff, Friedrich Rohr.
Es folgen nun Jahre ruhiger aber steter Weiterentwicklung. Ein sehr reges Interesse muss damals dem Schießsport zugewandt sein, denn es wurde an drei Tagen in der Woche geschossen.
1858 wurde das Schützenfest am 4. und 5. Juli abgehalten.
Dieses Fest ist in sofern zu erwähnen, weil beschlossen wurde, es bedeutend zu vergrößern und mehr zu bieten. Es ist die Rede davon, dass die Karussell- und Budenbesitzer herangezogen werden müssten, damit man das Publikum auch gut unterhalte.
Es waren Karussell und Buden, sowie ein großes Tanzzelt vorhanden und eine frohbewegte Menge hat sich hier nach Herzenslust amüsiert.
Man beschloss, jedes Jahr ein Tanzzelt aufzuschlagen. Man wurde mit dem Besitzer des Zeltes dahin einig, das Zelt ihm abzukaufen und dazu noch Lampen, Tische, Stühle und Ausschank sowie die Gläser mit zu übernehmen.
Nunmehr waren auf Jahre hinaus die Schützenfeste gut eingeführt und man hatte stets mit diesen Festen Erfolg. Eine ganze Reihe von Jahren führte der Schütze J. Fuhrhoff den Vorsitz und war zugleich Hauptmann des Vereins.
Es wurde auf den Vogel und auf Scheiben geschossen und für die Scheiben war ein nach heutigem Ermessen nur kurzer Stand vorgesehen.
Am 4. März 1862 wurde in der Generalversammlung beschlossen, dem Deutschen Schützenbund beizutreten.
Das Jahr 1863 sieht auch eine neue Schießordnung vor und wurde auch genehmigt.
Schütze Johann Gärdes beantragte in der Versammlung am 16. April 1864 einen anderen Schießplatz zu wählen und zwar in der Heide, um eine weitere Schießlinie zu erhalten.
In der Versammlung am 11. Mai einigte man sich auf Buchtenkirchens Grundstück in Grohn.
Das Versammlungslokal blieb aber der Schützenhof zu Aumund. Auch wurden dort die weiteren Schützenfeste abgehalten.
Am 16. Juli 1865 beteiligt sich der Schützenverein sehr rege am 2. Deutschen Bundesschützenfest in Bremen.
In der Generalversammlung vom 28. Juli 1865 wurde beschlossen, eine neue Fahne anzuschaffen.
Der Krieg 1870/71 gegen Frankreich scheint dem Verein keine besonderen Einschränkungen auferlegt zu haben, trotzdem einige Mitglieder zur Fahne einberufen waren.
Man hielt in altgewohnter Weise sein Schützenfest ab und auch das ganze Jahr hindurch zeigt sich rege Vereinstätigkeit.
Im Jahre 1878 wurde mehrere Male der Antrag gestellt, den Schützenverein aufzulösen. Aus welchen Gründen ist nicht bekannt, wahrscheinlich aber wegen Unstimmigkeiten unter den
Schützen. Die Auflösung ist aber stets abgelehnt worden.
Vom 8. April 1881 bis 13. Juni 1892 ist keine Vereinstätigkeit zu verzeichnen. Man hat den Schützenverein ruhen lassen. Beherzte Männer, die es gut mit dem Verein meinten, traten
am 13. Juni 1892 zusammen und nahmen die Arbeiten zur Weiterführung des Vereins wieder auf.
9 Mitglieder waren anwesend. Die neue Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: Heinrich Glissmann 1. Vorsitzender und Hauptmann.
In einer außerordentlichen Versammlung am 22. Februar 1898 wurde auf Antrag des Schützen D. Spinken eine Namensänderung vorgeschlagen. Der Antrag wurde zurückgestellt.
Aber am 31. Mai wurde beschlossen, den Verein Vegesacker Schützenverein von 1852 e.V. zu nennen.
1902 wurde das 50 jährige Bestehen gefeiert. Das Fest ist nach dem ausführlichen Protokoll unter Beteiligung aller Kreise glänzend gelungen und hat dem Verein viele neue Freunde zugeführt.
In der Versammlung am 11.November 1910 wird die Frage der Erbauung einer neuen Schießstandanlage erwähnt und es werden zu diesem Zwecke Anteilscheine in Höhe von je
50 Mark ausgegeben.
Die weiteren Versammlungen beschäftigen sich stark mit dem Neubau einer Schießstandanlage und Verlegung derselben nach Schönebeck.
Die Schützen von Haefen und Joh. Schwarting werden beauftragt, mit dem Herrn Baron von der Borch in Unterhandlung zu treten.

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Am 11. Mai 1911 berichtet die Kommission, das Herr Baron v. d. Borch sich nicht auf eine Verpachtung auf längere Zeit einlassen könne. Der Plan der Anlage wird dadurch hinfällig.
Daraufhin erbietet sich Herr Grothusen, auf seinem Grundstück einen modernen Schiesstand errichten zu lassen und das dafür benötigte Kapital zu besorgen, vorausgesehen, daß das
diesjährige Schützenfest schon in Schönebeck abgehalten werde.
Die erfolgte Abstimmung ergibt ein einstimmiges Resultat.
Ein für den Verein hoch bedeutsamer Entschluss ist damit verwirklicht und nunmehr fanden die Schützenfeste stets in Schönebeck statt, dank des Entgegenkommens des
Wirtes Heinrich Grothusen.
Die Versammlung am 17. Mai 1911 bewilligt auch einen provisorischen Schiesstand in Schönebeck.
Am 29. Mai 1911 fand auch die erste Versammlung im neuen Heim in Schönebeck statt.
Die provisorische Schießstandanlage war auf die Dauer den Anforderungen nicht gewachsen und am 17. Dez. 1912 beschloss man, eine große Schießhalle und eine vorzüglich eingerichtete Schießstandanlage zu bauen.
Am 13. Mai 1913 wird die neue Schießstandanlage eingeweiht und dem Betriebe übergeben.
Nach dem 13. Mai 1914 sind fürs erste im Protokoll keine Versammlungen mehr zu verzeichnen.
Die kommende Weltkatastrophe warf ihre Schatten bereits voraus. Es herrschte eine unsichere Lage. Das Schützenfest hatte gerade unter Dach und Fach gebracht werden können und verlief wie immer unter großer Beteiligung des Publikums.
Anfang August brach dann der erste Weltkrieg aus, der auf Jahre hinaus jedes Vereinsleben unmöglich machte und viele unserer Brüder zu den Fahnen rief.
Nach dem Protokoll ruhte dann ab 19. September 1915 bis 12. Juni 1918 so ziemlich die Vereinstätigkeit, da Versammlungen in dieser Zeit nicht mehr stattfanden.
Am 12. Juni 1918 war wieder die erste Versammlung. Infolge des unglücklichen Ausganges des Weltkrieges und der im November einsetzenden Revolution musste wieder jede Zusammenkunft unterbrochen werden und zwar bis 11. Februar 1919.
Es folgten Jahre reger Vereinstätigkeit und Schützenfest ein altgewohnter Weise, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung.
Die Versammlung am 8. April 1926 beschäftigte sich eingehend mit dem Bau eines Kleinkaliber-Standes. Nach Erklärungen des Hauptmanns von Haefen ist der Kleinkaliber-Stand 50 Meter lang und soll so gebaut werden, dass dadurch ca. 5 neue Stände erstehen würden.
Anlässlich des 75 jährigen Jubiläums wurde eine neue Fahne angeschafft und auf dem Jubiläums-Schützenfest am 19., 20. und 21. Juni 1927 geweiht.
Nach der Feier des 75 jährigen Jubiläums trat wieder eine Belebung im Vereinsleben ein und der
Vegesacker Schützenverein wurde wieder aktiver.
Einen großen Aufschwung nahm der Verein nach 1933.Die 5 Kleinkaliberstände wurden auf 10 erweitert.
Der Ausbruch des 2. Weltkrieges lähmte wiederum die Vereinstätigkeit. Es war jedoch möglich, mit dem Rest der nichteingezogenen Mitglieder den Schießsport weiter auszuüben.
Im Rahmen des Möglichen wurden auch Schützenfeste abgehalten. Nach Ende des Krieges wurden die Sportanlagen zerstört, die Mitglieder mussten ihre wertvollen Sportwaffen
abgeben oder vernichten.
Trotzdem fanden sich 1949 Mitglieder zusammen, die den Vegesacker Schützenverein wieder zum Leben erweckten.
Drei Namen seien zu erwähnen, die sich aktiv für den Wiederaufbau des Vegesacker Schützenvereins einsetzten:
Valentin Heinemann, Hugo Molgedei und Carl Paul.
Das erste Schützenfest nach dem Kriege war ein wirklich gediegenes Unternehmen. Wettkämpfe wurden auf einer Scheibe ausgetragen die an der einzigen noch stehen gebliebenen Mauer des früheren Schießstandes möglich war.
Es standen für das Schützenfest 6 Luftgewehre zur Verfügung, die man sich von dem Gewehrverleiher Alfred Grebe geliehen hatte.
Es wurde beschlossen, an allen 3 Tagen einen Schützenball abzuhalten. Um den Schützenkönig
finanziell zu entlasten, wurde beschlossen, eine Versicherungssumme festzusetzen, die von jeden
Schützen entrichtet werden musste.
Nach Ausgabe dieser Summe ist der Schützenkönig von jeder Verpflichtung befreit.
Schützenkönig im Jahre 1951 wurde unser Schützenbruder Heinz Meinhard, der es in diesem
Jahr 2002 darauf anlegt, zum vierten Male Schützenkönig vom Vegesacker Schützenverein zu werden.
Musste das Schützenfest 1951 noch auf einem primitiven Schießstand ausgerichtet werden, so konnte das
100 jährige Schützenfest schon auf dem neu entstandenen Schießstand gefeiert werden.
Auch wurden zum Jubiläumsschützenfest neue Uniformen und Hüte angeschafft um ein einheitliches Bild bei den Umzügen zu bieten.

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Stefan Kraska, Heinz Meinhard, Heinz Meyer, Willi Cali

Am 11. November 1952, wurde Heinz Meyer zum 1. Vorsitzenden und Schützenhauptmann gewählt, der mit einer kurzen Unterbrechung sein Amt bis 1977 inne hatte.
Am 10. – 13. September 1953 wurden auf der Schießanlage „Neue Weide“ die Meisterschaftskämpfe des Nordwestdeutschen Schützenbundes ausgetragen.
Es wurde auf 65 Ständen geschossen. Es waren mehr als 1000 Mitglieder aus 516 Vereinen an den 3 Tagen anwesend, unter der Leitung des Schützenhauptmanns Heinz Meier.
Am 18. August 1953 wurde die Vegesacker Schützenjugend-Abteilung gegründet.
Am 16. Juli 1955 wurde unsere Damenabteilung gegründet. Ohne die fleißige stets aufmunternde und nie verzagende Damenabteilung ist ein Vereinsleben gar nicht mehr vorstellbar.
Von den Gründerdamen sind noch Trudi Girndt, Inge Renken, jetzige Damenleiterin, Meta Meinhard und Gerda Konschak aktiv in der Damenabteilung.
Unsere Damenabteilung, die 1955 schon 30 Mitglieder zählte war die stärkste Damenmannschaft im Norddeutschen Raum.
In den folgenden Jahren gab Heinz Meyer manche Opfer, um den Vorwärtstrend seines Vegesacker Schützenvereins nicht zu unterbrechen.
Das Übungsschießen wurde bei guter Beteiligung am Sonnabend, Sonntagvormittag und am Mittwoch durchgeführt. Die Mitgliederstärke betrug 1955 schon wieder 120 Mitglieder.
Im Jahre 1962 waren freundschaftliche Bande zwischen einem New Yorker Schützencorps von 1867 und dem Vegesacker Schützenverein entstanden, die im Jahre 1965 ein Vergleichsschießen als Fernkampf durchführten, das die Amerikaner zu ihren Gunsten entscheiden konnten.
Ende der 60 er Jahre kam der unangenehme Bescheid, das der Schießstand „Neue Weide“ aufgegeben werden muß. Es wurde ein neues Domizil gesucht und gefunden. Dank des umsichtigen 1. Vorsitzenden Heinz Meyer und seinem tüchtigen 2. Vorsitzenden Arthur Girndt,
seinem Vorstand und fleißigen Mitgliedern ist es gelungen, die neue Schießsportanlage im Kifkenbruch 1970 zu eröffnen.
Mit immerhin 10 Luftgewehrständen, 10 KK 50 mtr., 2 KK-Ständen 100 mtr. und 2 Zimmerstutzenständen.
Die Schießsportanlage wurde am 11. April feierlich eingeweiht.
Am 12. April 1970 wurde mit allen befreundeten Schützenvereinen ein Pokalschießen ausgeführt, das von den Vegesacker Schützen mit 185 Ringen vor Schwanewede 182 Ringe und Farge 181 Ringen gewonnen wurde.
Zum Schützenfest 1971 überreichten die Vegesacker Schützendamen dem 1. Vorsitzenden Heinz Meyer DM 119,-- zur Verschönerung der Außenanlagen.
Man sprach 1971 schon vom „Sportzentrum am Kifkenbruch“. Anfang der 70 er Jahre entstand eine langjährige
Freundschaft mit dem „Comando Nederlandse Troepen Seedorf/ Hohne“ die in Zeven stationiert waren.
Es wurden Wettkämpfe ausgetragen. Einmal in Zeven mit Militärwaffen und dann wieder bei uns mit unseren Sportwaffen.
1971 entschloß man sich dazu, zum Frühjahrs- und Herbstschießen auch auf einen Adler zu schießen.
Sportliche Erfolge konnten verstärkt erzielt werden, was nicht zuletzt auf die Teilnahme der Damenabteilung an den Wettkämpfen zurückzuführen ist.
1972 gab es auch eine Fußballmannschaft im Vegesacker Schützenverein, die das Pokalendspiel des Kreissportbundes Bremen-Nord gewonnen hat.
Auf dem Schützenfest 1974 überreichte Oberst Swart unter dem Beifall der Gäste, einen blau-weißen Königsstuhl der immer zur Erholung seiner Majestät frei sein soll.
1978 wurde beschlossen, das ein Mitglied nur alle 3 Jahre auf den Rumpf des Adlers zum Haupt- oder Vizekönig schießen darf.
Ab 1978 wurde Schützenbruder Harry Gill 1. Vorsitzender und Hauptmann des Vegesacker Schützenvereins.
1978 betrug der Mitgliederbestand 239 Mitglieder.
Am 3. Februar 1980 wurde das 10 jährige Bestehen der Schießsportanlage im Kifkenbruch mit einem Festkommers begangen. Auch wurden in diesem Jahr Renovierungsarbeiten durchgeführt.

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„Einen junggebliebenen Schützenbruder kann ich nicht unerwähnt lassen“, schreibt ein Sportleiter in seinem Bericht, „Das ist unser Ernst Heßmer, der mit sage und schreibe 80 Jahren
mit seiner Luftpistole Schützenklasse Leistung erringt. Er schießt alles in Grund und Boden.
Ernst Heßmer hat bis zu seinem 95. Lebensjahr aktiv Luftpistole geschossen. Jetzt ist er 102 Jahre alt und freut sich, am Sonntag zum Festessen bei uns zu sein.
Ernst wird am 18.6. 102 Jahre
Am 19. Juli 1980 hatte unsere Damenabteilung 25 jähriges Bestehen, es wurde ein Jubiläumspokal ausgeschossen.
1980 fährt der Vegesacker Schützenverein zum erstenmal zum Schützenverein Bötersen-Höperhöfen, mit dem uns bis zum heutigen Tage eine gute Freundschaft verbindet.
Im Jahre 1981 wurde von dem Schützenbruder Herbert Leschnik der zweite Königsstuhl gestiftet, damit die Königin auch einen würdigen Stuhl neben dem König hat.
Auf der Mitgliederversammlung vom 18.11.81 wurde beschlossen, dass zwei Damenadler jährlich ausgeschossen werden sollen.
Ein Adler beim Frühjahrsschießen und der andere Adler beim Herbstschiessen für die „Schützenliesel“.
Die Schützin, die die Königswürde erringt, ist verpflichtet die Tracht des Vegesacker Schützenvereins zu tragen.
Im Jahre 1982 wurde im Vereinsheim zum ersten mal eingebrochen.
Im April 1983 fand auf unserem Schießstand wieder ein Schießen vom Nordwestdeutschen Schützenbund statt. Es sind 1. und 2. Plätze von unseren Schützen errungen worden.
Am 27.8.1983 wurde das 30 jährige Bestehen der Jugendabteilung mit einem Pokalschießen begangen.
Die Schützenfeste in diesen Jahren wurden immer in einem Zelt abgehalten und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung gut besucht. Auch herrschte reger Marktbetrieb.
Im Jahre 1985 übernahm Schützenbruder Herbert Lühmann als 1. Vorsitzender und Hauptmann die Führung des Vegesacker Schützenvereins. Er wurde von Schützenbruder Erich Böltau als 2. Vorsitzender unterstützt.
1987 liefen die ersten Verhandlungen mit dem Liegenschaftsamt zum Ankauf des Geländes der Schießsportanlage im Kifkenbruch.
Ferner wurde beschlossen, eine neue Fahne anzuschaffen, da die alte Fahne von 1927 doch schon sehr schlecht war.
Die neue Fahne wurde 1988 fertig und ist auf dem Schützenfest 1988 vom Vorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden des Schützenkreises Bremen-Nord Günter Lillig geweiht worden.
Über die erste Fahne wissen die Chronisten kaum etwas zu berichten. Das Protokollbuch gibt nur her, das sie 1927 durch die zweite Fahne ersetzt worden ist.
Weil ein Vereinsmitglied die Fahne während der Kriegswirren vergrub wurde sie keine Beute der Besatzungsstreitkräfte und blieb somit dem Verein erhalten.
Die zweite Fahne hat heute einen schönen Platz in unserem neuen Clubraum.
Im Jahre 1988 wurde etliche Male eingebrochen und am21.11.88 wurde Feuer gelegt und unser gesamtes Anwesen lag in Schutt und Asche.
Alle befreundeten Vereine boten uns ihre Anlagen an, damit das Training für die Schützen möglich war.

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Helmut Kellotat, Paul Piechatzek, Fritz Konschak

Dank dem enormen Arbeitseinsatz des Vorstandes, aller Mitglieder, der beteiligten Firmen und der vielen Spender, wurde die Schießsportanlage in zwei Jahren Bauzeit wieder fertig gestellt.
Im Jahr 1989 konnte kein Schützenfest stattfinden, weil unsere Anlage noch nicht benutzt werden konnte.
Das Planen und Bauen zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Vereinsgeschichte. Immer wieder finden sich Schützenbrüder, denen es am Herzen liegt, das es mit unserem Verein aufwärts geht.
Seit 1969 verbindet uns eine Freundschaft mit dem Kaninchenzüchterverein HB17, die in jedem Jahr ihre Rassekaninchenschau bei uns abhalten.
Ab 1991 wurde das Schützenfest nur noch an zwei Tagen abgehalten. Es wurde auch kein Umzug durchgeführt.
Das Freizeitangebot in Vegesack und um zu ist sehr hoch. Es finden Hafenfeste, Loggermarkt und Stadtteilfeste statt, so das die Schützenfeste zum größten Teil nur noch von den Schützenvereinen und nicht mehr wie früher von der Bevölkerung und den Nachbarn besucht werden.
Ab 1992 ist der Umzug aber wieder fester Bestandteil unseres Schützenfestes.
Seit dem Beitritt der neuen Bundesländer besteht eine Freundschaft mit dem Schützenverein Halberstadt v. 1542 e.V.
Man besuchte sich gegenseitig und es wurden auch persönliche Freundschaften geschlossen.
Im Jahre 1994 übergab der Halberstädter Schützenvogt Karl-Heinz Blanke den Vegesacker Schützen auf dem Schützenfest ein „Toss“ Kleinkalibergewehr aus der sowjetischen Produktion der Nachkriegszeit als Gastgeschenk.
1993 wurde vom Schützenbruder Rolf Sonnwald ein neuer Königspokal gestiftet. Der alte Pokal, auf dem alle Schützenkönige ab 1912 eingraviert waren, wurde beim Brand 1988 vernichtet.
1997 und 1998 wurde das Schützenfest nur an einem Tag gefeiert, was sich aber als nicht gut erwies.
Im Jahre 1998 übernahm Schützenbruder Günter Gerhardt als 1. Vorsitzender und Hauptmann die Führung des Vegesacker Schützenvereins.
Ab 1999 wurden die Schützenfeste wieder am Samstag und Sonntag gefeiert und die Umzüge wurden vom Sedanplatz ausgeführt.
Es wird am Sonntag auch wieder unser traditionelles Festessen veranstaltet, was allgemein gut angenommen wurde.
Um mehr Aktivität in den Verein zu bringen, wurde eine Bogenabteilung gegründet, die sehr gut, auch von den Jugendlichen, angenommen wurde. Es soll ein Pistolenstand gebaut werden um das Schießangebot abzurunden.
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Clubraum-Neubau

Weiterhin soll die vorhandene Wirtschaft vergrößert werden um eine bessere Vermietung zu erzielen und es soll ein gemütlicher Klubraum gebaut werden.
Zur Jahrtausendwende fand seit langen Jahren wieder ein Silvesterball bei uns statt. Wir hatten ein volles Haus und es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Diese Veranstaltung soll jedes Jahr wiederholt werden.
Am 5. November 2000 wurden nach 1 ½ Jahren Bauzeit die neuerstellten Räume eingeweiht und gleichzeitig das 45 jährige Jubiläum unserer Damenabteilung gefeiert.
Die Ausführung der Bauarbeiten wurden zum größten Teil von den Leuten der Arbeit und Jugend Werkstätten Bremen GmbH erledigt.
Die Bogenabteilung hat sich fest etabliert und es wurden auch schon gute Ergebnisse geschossen.
Bei den Rundenwettkämpfen 5 er Mannschaften und Kreismeisterschaften werden gute Schießergebnisse erreicht.
Im September 2001 wurden die Arbeiten am Pistolenstand begonnen.
Die Arbeiten wurden zügig von den „Sportbauleuten“ und einigen Mitgliedern ausgeführt, so dass  im Dezember 2001 das Betondach auf dem Pistolenstand verlegt werden konnte.
Der krönende Abschluß des Jahres 2001 war wieder unserer Silvesterball.
Wegen der milden Witterung gehen die Arbeiten am Pistolenstand zügig weiter. Parallel dazu werden auch noch zwei 100 mtr. Schießbahnen gebaut. Alles soll zu unserem 150 jährigen
Jubiläum eingeweiht werden.
Im Jahr 2002 findet neben unserer Jubiläumsveranstaltung am 24., 25. und 26. Mai auch das Rolandschießen bei uns statt.
Das Rolandschießen wurde 1986 von dem Vorsitzenden des Roland-Schützenvereins Bad Bramstedt, Günter Warnemünde an den Bremer Schützenbund angetragen.
Nach Absprache zwischen Schützenbund und Schützenkreis Bremen-Nord, übernahm der Kreis das Rolandschießen, das noch heute unter dem inzwischen Ehrenvorsitzenden
Günter Lillig, in Zusammenarbeit mit der Sportleitung, wechselseitig in den Rolandstädten:
•  Bad Bramstedt
•  Bad Bederkesa
•  seit 1990 Halberstadt
•  und dem Schützenkreis Bremen-Nord
ausgetragen wird.

Im Jahr 2008 hatte der Verein drei Todesfälle zu beklagen: Gerd Konschak, Günter Lillig und Meta Meinhard gingen für immer von uns. Alle drei waren dem Verein durch langjährige Mitgliedschaft verbunden.
In 2008 wurde auch beschlossen, jedes Jahr zwei Tage der Offenen Tür durchzuführen, um die Aktivitäten des Vereins bekannt zu machen und neue Mitglieder zu werben.

In 2009 haben wird den Tod unseres langjährigen Mitgliedes Karin Nagel zu beklagen, die nach langer schwerer Krankheit von uns ging.
Mit der Hauptversammlung am 23.1. 2009 wechselte der Vorsitz des Vereins von Günter Gerhardt zu Gaby von Roden. In diesem Jahr werden auch mit Zuschussmitteln des Landessportbundes die Kleinkaliberstände erneuert.
Der Saal und die Luftgewehrhalle werden neu gestaltet. Der Saal wird durch Bilder von Gerard Bot ausgestattet, die verschiedene Aspekte des Schießsports und der Schützentradition zum Thema haben.
Die Küche und die Theke des Saales werden mit neuen Möbeln ergänzt. Die Waffenkammer wird in einen größeren Raum verlegt. Der freiwerdende Raum steht jetzt der stetig wachsenden Bogenabteilung für ihre Geräte zur Verfügung.

Bei der Jahreshauptversammlung 2010 wurde die neu gefasste Satzung verabschiedet. In der gleichen Sitzung wurde auch eine neue Königsordnung ins Leben gerufen.
In 2010 wurde die Bogenanlage erweitert, damit die immer zahlreicher werdenden Mitglieder der Bogenabteilung auch gleichzeitig trainieren können.  Außerdem können jetzt vollständige FITA-Runden in Vegesack geschossen werden. Die Baufirma Gill GmbH half dem Verein bei den Erweiterungsarbeiten mit großzügiger Ausleihe von schwerem Baugerät.
Im Juli haben wir den Tod eines Mitglieds zu beklagen: Günter Nietert verstirbt überraschend. Er war ein engagiertes Mitglied des Vereins.

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In 2010 fand im August das 1. Vegesacker Ellen Runde statt, das die Vegesacker Bogenschützen ins Leben gerufen haben. Als Maß für die Zielentfernungen ist die alte Bremer Elle von 1812 zugrundegelegt worden. Nachbildungen der Elle sind auch die Siegestrophäen des Turniers, das bei den Bogenschützen von Bremen und „Umzu“ viel Anklang und Anerkennung fand.
Ebenfalls in 2010 wurde ein Schützenfrühschoppen an jedem 1. Sonntag des Monats initiiert und der Donnerstag als weiterer Trainingstag speziell für Bogenschützen und leistungsorientierte Schützen vor Meisterschaften eröffnet.

In 2011 werden aus Zuschussmitteln des Vegesacker Beirats ein Kicker und ein elektronisches Dartspiel beschafft, um speziell Jugendlichen neben dem sportlichen Training eine weitere gesellige Möglichkeiten zum Treffen und Zusammensein zu geben. Die Anlagen werden auch von älteren Vereinsmitgliedern gut angenommen. Bei der Jahreshauptversammlung wird Ralf Riske als Sportleiter in den Vorstand gewählt. Die Position war durch den Rücktritt von Jakob Norder vakant geworden.

Der Vorstand, Bremen im Februar 2011

2012
Zum Ostereierschiessen 2012 wurde erstmalig gleichzeitig auchz Bogenschiessen angeboten.
Die Bogenschützen hatten an dem Tag alle Hände voll zu tun. Danach wurde beschlossen, zum Ostereierschiessen kein seperates Bogenschiessen.
Beim Ostereierschießen wird mit dem LG geschoßenm, für Alle (Mitglieder, Nachbarn und Interessierte u.s.w.)
Im Laufe des Jahres wuchs der Wunsch ,von den Mitgliedern, das Schützenfest in seiner bisherigen Form abzuschaffen.
Die Bogenkammer wurde fertig gestellt und zum Sommer hin von den Bogenschützen bezogen.

2013
Im Laufe des Jahres 2013 wuchs im Verein der Wunsch (von den Mitgliedern) den Bremer Schützen Bund (aus sportlichem Interesse) zu verlassen,
und zum Bezirk Osterholz zu gehen.
Beider Jahreshauptversammlung wurde beschlossen, das Schützenfest in seiner bisherigen Form, erstmal auf Eis zu legen.
Zum erstenmal fand das "Neue Schützenfest" statt.
Das Fest der Vereine wird zum 1. Mal ausgerichtet.

2014
Nach der Jahreshauptversammlung, Anfang Februar 2014, wurde der Antrag beim Bezirk Osterholz gestellt,
durch die Amtierende 1. Vorsitzende Gabriele von Roden (Gaby) und dem Sportleiter Georg Veltl.
Der Antrag auf Aufnahme im Bezirk Osterholz, wurde auf der Jahreshauptversammlung von Osterholz bewilligt.
Seid dem 1.10.2014 gehören wir (offziel (aus sportlicher Sicht)) zum Bezirk Osterholz.
Das Sportjahr 2015 (Beginn 1.10.2014) wird schon für den Bezirk Osterholz geschoßen.
Kommisarischer Sportleiter ist zu dem Zeitpunkt Christian Steinkamp (Mitglied seid Anfang März 2012).
Im Jahre 2013 wurde die Erweiterung der Bogenwiese beschlossen. Anfang 2014 wurde mit der Erweiterung der Bogenwiese begonnen.
Die Festzeitschrift wird abgeschaft, weil die sich nicht rentiert und der Verein zusetzen muss.
Das Fest der Vereine wird zum 2.Mal ausgerichtet.

2015
Das Fest der Vereine wird in Sommerfest im Kifkenbruch umbenannt.
Der Teich wird im KK Stand angelegt und "fertig gestellt"
Der 1. Runden Wettkampf LG Auflage im Bezirk Osterholz wird in Vegesack ausgerichtet.
Im Selben Jahr wurde auch das Finale vom Geestkreispokal und das Geestkreiskönigsschiessen ausgerichtet.
Die Begeisterung bei den Gästen war sehr groß.

2016
Neuwahl des Vorstandes bei der Jahreshauptversammlung nach der "Neuen Vereinssatzung"
1. Vorsitzende:  Gaby von Roden
Schatzmeister:   Ralf von Roden
Sportleiter:        Christian Steinkamp
Schriftführerinn: Sigrid Heininger
Demenleiterinn:  Heike Wunram
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P.S. Wir werden versuchen, die Entwicklungen im Verein und wichtige Ereignisse zeitnah in die Chronik aufzunehmen